Tagesstruktur

Im Erdgeschoss des Wohnhauses Eving befinden sich die Räumlichkeiten der Tagesstruktur. Zu ihr gehören neben einem großzügigen Raum mit bequemer Sofaecke, voll ausgestatteter Küche sowie vielen Sitzmöglichkeiten ein Ruheraum, ein Pflegebad und weitere sanitäre Anlagen. Im Außenbereich ist ein Sinnesgarten angelegt. Wenige Gehminuten vom Wohnhaus entfernt befindet sich der Ortskern von Eving mit vielen Geschäften. Das Stadtzentrum von Dortmund ist mit der Stadtbahn innerhalb von 10 Minuten zu erreichen.
Die Tagesstruktur ist ein teilstationäres Angebot, bietet älteren sowie berenteten Menschen mit geistiger Behinderung, denen eine Beschäftigung in einer Werkstatt nicht möglich ist, die Gelegenheit, ihren Alltag mit Unterstützung erfahrener Fachkräfte zu gestalten und freie Zeit mit sinnvoller Beschäftigung zu füllen. Hierbei liegt das Augenmerk auf alters- und bedarfsgerechten Betreuungsangeboten, die das Recht auf Individualität und Selbstbestimmung beinhalten. Zudem bieten die tagesstrukturierenden Maßnahmen älteren Menschen mit Behinderung weiterhin Raum sich zu treffen, zu kommunizieren, sich zu beschäftigen und Gemeinschaft zu erleben. Die Beschäftigungsangebote der Tagesstruktur dienen der Entwicklung der Persönlichkeit und dem Erleben der Umwelt, sie sind freiwillig und selbstbestimmt.

Die professionelle Begleitung von Menschen mit Behinderungen, die nicht oder nicht mehr einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung angehören, rückt aufgrund der steigenden Alterstruktur zunehmend in den Vordergrund. Diese Tatsache stellt auch unsere Wohnhäuser und die Werkstatt Über den Teichen vor die Aufgabe, neue Strukturen  zu schaffen und sinnvolle Beschäftigungsangebote anzubieten.

Menschen mit Behinderungen sollen in jeder Phase ihres Lebens ein „normales“ Leben ermöglicht werden, angefangen im Kindes- und Schulalter, der Ausbildung im Berufsbildungsbereich einer Werkstatt, der Erwerbstätigkeit in einer Werkstatt oder im späteren Rentenalter.  

Die Teilnahme an der Tagesstruktur des Wohnhauses Eving fördert den Erhalt körperlicher und geistiger Aktivität, des seelischen Wohlbefindens, gibt Hilfestellung bei der Hygiene, Gesunderhaltung und Pflege, fördert aber auch die Auseinandersetzung mit Krankheit, Sterben und Tod.

Gefragt ist Kreativität: Basteln, spielen, Musik machen und hören gehören mit zum  Tagesablauf. Auch die Freizeitgestaltung wird groß geschrieben. Naturerfahrungen im hauseigenen Sinnesgarten, das Besuchen von Veranstaltungen und Ausstellungen tragen zur Lebensfreude der Menschen bei. Berücksichtigt wird auch der Bildungsbereich: Gedächtnis-, Konzentrations- und Wahrnehmungstrainings finden im Tagesablauf ihren Platz. Backen, Kochen oder Einkaufen ergänzt den lebenspraktischen Bereich.  Spaziergänge, funktionelle Gymnastik oder Sitztänze finden sich im Bewegungsbereich.






Die verlässlichen Tagesabläufe bieten Sicherheit und wirken der Einsamkeit und Isolation entgegen. Sie fördern vorhandene Fähigkeiten, geben Anregungen, Neues zu entdecken.

Jeder Teilnehmer erhält einen individuellen Betreuungsplan, der auf seine Bedürfnisse und Ressourcen abgestimmt ist.
Wichtig ist die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen: Angehörigen, gesetzlichen Betreuern, Ärzten, Therapeuten, Kostenträgern.

Um ein ganzheitliches Angebot gewährleisten zu können, sind die Mitarbeiter Fachkräfte mit einer pädagogischen oder pflegerischen Ausbildung, die insbesondere dem Bereich der Heil- und Sozialpädagogik sowie der Heilerziehungspflege zuzuordnen sind.

Da es in Zukunft immer mehr ältere Menschen mit Behinderungen geben wird, ist eine stetige Weiterentwicklung der tagesstrukturierenden Maßnahmen erforderlich, um den individuellen Wünschen und Interessen der Teilnehmer gerecht zu werden. Durch die geleistete Assistenz von Seiten der Mitarbeiter wird eine lebenslange Weiterentwicklung unterstützt und gewährleistet.

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